Fragen-Lernen-Weitergeben…

Freiheit, Selbständigkeit, Selbstbewußtsein, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl; Liebe, Freundschaft, Beziehungen – mit unseren Kindern, mit Kollegen, und Freunden, ja sogar uns selbst; Psychospiele, Lebensszenarien, Rollen, Normen und Einstellungen, Träume, Wünsche und Ziele. Fehler – als Chancen, weiter zu lernen und sich weiter zu entwickeln; Vertrauen, Offenheit, Ehrlichkeit; die Fähigkeit, zu geben und nehmen…

Ich blicke auf das vergangene Jahr zurück und merke, wie viele wichtige und tiefe Themen wir in diesem Jahr bei den Seminare und Trainings im Rahmen der zwei großen Projekte Lebensakademie und Elternschule bearbeitet haben. Bei den Seminaren, die sowohl von meinem Partner Juri Deschkowitsch und mir, als auch von Hans-Wolff Graf, diesem wunderbaren Menschen mit seinem großen Herzen, der sein Wissen in Philosophie, Geschichte, Pädagogik, Psychologie und Ökonomie großzügig mit Anderen teilt, geleitet wurden.

Sich selbst und Anderen Fragen stellen – Lernen – Weitergeben – das ist das Lebensmotto von Hans-Wolff Graf – eigentlich so einfach und natürlich, nicht wahr?

Seminare fanden in der Tschechow-Bibliothek, im Zentrum für soziale Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen, in einem wunderschönen und märchenhaften privaten Traumkindergarten, der genauso heißt („Besuch im Märchenland“), bei Beratungen und Seminaren für Eltern in der Schule № 10 in Kaliningrad statt; es gab Seminare für Jugendliche, Trainings unter der Leitung von Hans-Wolff Graf auf der Kurischen Nehrung. Begegnungen, Menschen, Gespräche, Beratungen…

Und wieder neue Fragen-Antworten-Fragen – ein Gefühl von tiefer und warmer Fülle – vor allem, wenn ich auf unserer Internetseite Rückmeldungen wie diese lese:

„Sie zeigten mir, daß ich es wert bin, mein Leben und meine Erfolge zu genießen, obwohl sich mein Verstand vorher weigerte, dies als Realität zu akzeptieren. Sie halfen mir, die Zustände der Selbstzerstörung und Selbstunterdrückung zu überwinden und zu bewältigen, bevor sie mich in den Abgrund der Verzagtheit hineinziehen.“

Kristina Sytschewa

„Es ist nicht leicht, zuzugeben, daß man als Erwachsene immer noch Schwierigkeiten hat, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Dies sich selbst einzugestehen, ist der erste Schritt. Dann entsteht eine zweite, nicht weniger schwierige Frage: Was kann ich damit machen? Ich war lange zerrissen, verirrte mich in den Versuchen, mich selbst zu verstehen. Und dann hatte ich Glück – ganz zufällig kam ich zu einem Seminar mit dem Thema „Klare Kommunikation mit sich selbst und in Beziehungen mit den Anderen“. Die Seminarleiter erklärten schwierige Zusammenhänge ganz einfach und verständlich. Mein Verstand begann sich allmählich zu verändern und die Welt um mich herum auch. Natürlich liegt vor mir noch ein langer Weg zu weiteren Veränderungen und eine harte Arbeit an mir selbst. Ich habe aber die Kraft und das Wissen dafür. Danke Euch, meine lieben Zauberer für die wunderbare Welt, die ihr für mich geöffnet habt!“

Katerina Larionowa

Hier noch ein Hinweis von Katerina Gribanowa, Teilnehmerin bei Seminaren und seit mehr als zehn Jahren in unserer Trainingsgruppe: „Seminare in der Tschechow-Bibliothek oder die Trainings auf der Kurischen Nehrung – das ist Zeit für sich selbst, wenn man einen alltäglichen Strudel von endlosen Problemen für drei Stunden oder für drei Tage bei einem Training beiseite läßt und die Zeit dem Wichtigsten widmet – sich selbst“.

Ich bin damit einverstanden, Katerina, es macht „süchtig“. Es ist wunderbar und faszinierend, gemeinsam Antworten auf die wichtigsten Fragen zu suchen, zu finden und dann zu verstehen, daß jeder von uns sein Leben verändern kann, wenn man will, wenn man sich traut, neugierig und interessiert bleibt. Jeder von uns kann das, und jeder ist es wert, glücklich zu sein. Mich macht diese wunderbare Atmosphäre der Offenheit und des aufrichtigen Interesses an sich selbst und Anderen „süchtig“. Es ist auch ein beiderseitiges Kennenlernen, die liebevolle gegenseitige Unterstützung, die Freude an einem weiteren Schritt eigener Entwicklung und das Bewußtwerden, daß „ich es konnte und ich es kann“, was regelrecht „süchtig“ macht. Denn dadurch entsteht der Wunsch, die eigenen Entdeckungen und Entwicklungen sowie das gewonnene Wissen mit Anderen zu teilen. Das ist eine besondere Freude – zu teilen, anderen zu helfen, ihre Probleme zu lösen und sich weiterzuentwickeln aus einem puren, klugen Egoismus. Wie oft sagte Hans-Wolff GrafFreude und Zufriedenheit empfindet derjenige, der helfen, seiner Umgebung zu Veränderungen verhelfen kann. Er wird belohnt mit einer glücklichen Familie, Freunden und Partnern“.

Ich bin sicher, daß diese Motive Katerina Gribanowa jedes Mal antreiben, wenn sie sich in ihrer beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwältin mutig für Kinderrechte, Frauenrechte und Menschenrechte einsetzt oder Seminare zu juristischen Themen im „Sojus Anthropos Kaliningrad“ leitet. Ich bin sicher, daß deswegen die Augen von Aleksandra Rasputina leuchten, die in ihrem Betrieb, einem der besten Fischgeschäfte in Kaliningrad, die Bücher „Spielregeln“ und „Seelenkönigin“ von Hans-Wolff Graf anbietet, weil sie ihr helfen und für sie wichtig sind; die sich freut, wenn ein Kunde, während er auf seine Bestellung wartet, im Buch blättert und sagt: „Das ist alles für mich, über mich!“ Es freut, daß die Partner, mit denen sie seit vielen Jahren arbeitet, sie um Rat fragen; wenn sie sehen, wie sie sich und ihr Leben verändert.

Die Teilnehmer an unseren psychologischen Jugend-Seminaren – Irina Tiwikowa, Katerina Larionowa, Nadezhda Pawelko, Michail Ruban, Yuri Kaplin, Pawel Lebedew – engagieren sich mit Freude an der bereits traditionellen Aktionen „Umarmung geschenkt“ auf Kinderfesten oder an Aktivitäten wie dem Sammeln von Weihnachtsgeschenken, Spielen, Kleidung und Büchern für Kinder in Kinderheimen (in diesem Jahr waren es die Kinder aus Gussew) oder bei der Organisation und Durchführung kleiner Freuden, z.B. einem kleinen Neujahrsprogramm mit Rätseln, Wettbewerben und wunderbaren Liedern, gesungen von Anja Tschentjuk, für Kinder im Gebietskrankenhaus. Als Katja Pahomowa, Besitzerin einer wunderbaren Stimme und Gesangslehrerin der GlierMusikschule, von unseren Plänen erfuhr, schloß sie sich ohne zu zögern uns an – und dazu noch mit wunderbaren Geschenken: handgemachter Schokolade, Honig und Tees aus unserem fabelhaften Krasnolessje. Aleksej Pachomow sammelte einen Berg von Süßigkeiten für Kinder. Unser „kreatives Team“ – Olga Lepedina (unsere Fee und Hilfe in Finanzfragen, die uns seit Jahren ehrenamtlich unterstützt), Elena Medwedenko, Katja Runtsis, Teilnehmerinnen der psychologischen Trainingsgruppe und die achtjährige Anja Popowa, organisierten einen Workshop für unsere Spatzen im Kinderheim in Gussew. Es wurde zusammen geschnitten und gebastelt – Schneeflöckchen und andere Dekorationssachen, Groß und Klein, Jungen und Mädchen –, um das eigene Haus für die Neujahrfeier zu schmücken. Anja führte ganz selbständig ihren eigenen Workshop in Origami für die Kleinen durch. Im Dorf Lwowskoje bekamen sechs Familien, zum größten Teil alleinerziehende Mütter, für ihre Erstkläßler schöne Schulranzen mit orthopädischen Rückenteilen, die sie sich selbst nicht hätten leisten können. Als die Kinder aus dem Kaliningrader Kinderheim „Hoffnung“ aus dem Sommerferiencamp zurückkamen, freuten sie sich über einen renovierten und neu gestrichenen Eingangsbereich ihres Hauses. Diese Aktion war dank der Organisation von Swetlana Raenkowa und der finanziellen Unterstützung des medizinischen Zentrums „Neues Leben“ möglich.

Motor aller unserer Aktivitäten sind z.B. Fragen, wie: „Was kann ich mit dem Anderen teilen?“, „Wer braucht in meiner Nähe Hilfe?“, „Was kann ich machen, um unsere Welt ein wenig glücklicher und freudiger zu gestalten?

Vielen Dank an alle, die mithalfen, all diese kleinen und großen „Wunder“ für die Kinder zu verwirklichen: Ljubow Gretschnaja, Mascha und Valentina Chlusowa, Kristina Sytschewa, Dmitri und Sergei Popow, Anja Popowa, Lewtschenko, Polischtschuk, Matschichina, Popow, Albatros .

Vielen Dank an unsere zauberhaften Dolmetscherinnen bei den Seminaren, Beratungen und Trainings – Inna Cherenkowa, Anastasiia Sydorenko und Aleksandra Kaplina, die bereit sind, mit nur kurzen Pausen für Schlaf und Nahrung, Tag und Nacht zu arbeiten.

Und natürlich vielen Dank an alle Mitglieder des deutschen „ANTHROPOS e.V. – Für die Kinder dieser Welt“, für die langen 25 Jahre konstanter Unterstützung und Hilfe; ich kenne keine andere ausländische gemeinnützige Organisation, die so lange unserer Region treu geblieben ist. Dafür, daß ihr seit 25 Jahren in der Nähe seid – Jürgen Leiste, Hans-Wolff Graf, Ruth Graf, Ljudmila Leiste und seit fast 10 Jahre und so intensiv – Nicola Trautner. Vielen Dank für Euer Interesse und die Bereitschaft, dem fernen, aber doch so nahen Rußland zu helfen – Margot Edgar, Sven Sohns, Joachim und Simone Haller, Eva-Maria Engl-Kasper, Frank Amann, Kai Uwe Funk, Ingeborg Hägele sowie allen Partnern aus Neuholland: Gerhard und Brigitte Steger, Bodo Klein, Roland Klein, Aik Hampel … und vielen anderen.

Alles Gute, Gesundheit, Erfolg und Glück auf Eurem Lebensweg und zum 30. Geburtstag des Vereins, „ANTHROPOS e.V. – Für Kinder dieser Welt“!!!

Swetlana Dovzhenko

Anthropos Kaliningrad

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