Nowy Penssioner über das 20-jährige Jubiläum

„Wir messen Hilfe nicht nach Jahren“

Ehrengast der Jubiläumsveranstaltung – der Präsident des deutschen Vereins „Anthropos e. V. – Für die Kinder dieser Welt“ Hans-Wolff Graf.

Eine der ältesten wohltätigen Organisationen des Kaliningrader Gebiets – der Verein „Sojus Anthropos Kaliningrad“ – feierte sein 20-jähriges Jubiläum.
Die Arbeit des Vereins begann in schwierigen Zeiten und richtete sich an diejenigen, die Hilfe wohl am meisten benötigten – Zöglinge von Kinderheimen und Internaten. Das erste Kinderheim war das „Raduga“ (dt.: Regenbogen) in der Siedlung Bolschoje Issakowo, danach kamen das Kinderheim Nr. 1 und das Internat Nr. 3 in Kaliningrad hinzu.

„Zuerst haben wir für Kinder Kleidung und Spielzeug gesammelt, Feste und heimatkundliche Exkursionen durch das Gebiet organisiert, und manchmal sind wir einfach „nur“ zu Besuch gekommen, denn gewöhnliche menschliche Unterhaltungen waren für die Kleinen nicht minder wichtig als Süßigkeiten und Puppen,“ – berichtete die Vorstandsvorsitzende des „Sojus Anthropos Kaliningrad“ Swetlana Dovzhenko.

Mit der Zeit entwickelte der Verein „Sojus Anthropos Kaliningrad“ weitere Aktivitäten: Kinderfeste, sportliche Wettbewerbe und Veranstaltungen in entlegenen Ecken des Gebiets (wo Kinder viel weniger Möglichkeiten und Chancen haben als in den Städten), Sammelaktionen für die schulische Ausstattung von Erstklässlern aus finanziell schwachen Familien, Unterstützung von begabten Kindern, jungen Ökologen und Forschern.

Zum wohl wertvollsten Geburtstagsgeschenk, das viele Gäste buchstäblich zu Tränen rührte, wurden inzwischen erwachsene Abgänger der vom „Anthropos e.V.“ betreuten Kinderheime und Internate. Jeder von ihnen fand seinen Lebensweg, erlernte einen Beruf und/oder gründete eine Familie. Viele kamen zu diesem Treffen mit ihren Kindern.

„Einige Kinder aus Kinderheimen, wenn sie erwachsen werden, bevorzugen, diese Zeit aus ihrem Gedächtnis zu streichen. Für mich ist sie aber ein Teil meiner Seele. Ich bin unseren Erziehern für ihre Fürsorge und Wärme sehr dankbar, denn es war nicht einfach mit uns. Besonders freudige Erinnerungen sind mit der Reise nach Magdeburg verbunden, die vom Anthropos für uns organisiert wurde. Solche Momente bleiben für immer im Herzen“, sagte in ihrer Glückwunschrede Nina Schabalina, ein früherer Zögling des Kinderheimes in Bolschoje Issakowo.

Laut Swetlana Dovzhenko gehören zu den heutigen Plänen dieser gemeinnützigen Organisation die aktive Weiterentwicklung der psychologischen Hilfe für Kinder und Erwachsene, die u.a. durch Seminare in der Tschechow-Bibliothek erfolgt.

„Wir messen Hilfe für Kinder weder nach Jahren, noch nach der Anzahl von Projekten, geschweige denn nach finanziellen Mitteln für deren Umsetzung. Am wichtigsten ist für uns, daß die Kinder um uns herum ihren Lebensweg finden, frei von Ängsten und Vorurteilen sind/werden, ihre Fähigkeiten entfalten und ihre Träume verwirklichen können. Unser langgehegter Traum ist das Projekt „Elternschule“, in dessen Rahmen wir nicht nur Paare auf die Geburt der Kinder vorbereiten, sondern Familien auch weiter begleiten und helfen können, verantwortungsbewußte Eltern zu sein.“ Diese Zukunftspläne, die teilweise schon umgesetzt werden, teilte die Vorstandsvorsitzende des Vereins „Sojus Anthropos Kaliningrad“ mit uns.
Die Organisation wird vom deutschen Verein „Anthropos e. V. – Für die Kinder dieser Welt“ unterstützt.

Ksenija Krajewska
Übersetzung: Marina Nazarova

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