24. Internationale Gesprächsrunde

Einladung an alle interessierten Mitmenschen

Kultur und Zivilisation

Kultur und Zivilisation – zwei Begriffe, die inflationär und oftmals synonym genutzt werden und doch meist ohne feste Bestimmung bleiben. Sie werden in so unterschiedlichen Kontexten verwendet, daß von einer Bedeutungserweiterung und -verwässerung bis hin zu einer Sinnentleerung gesprochen werden kann. Da wird von Alltagskultur, Fankultur, Fußballkultur, Diskussionskultur, Eßkultur, Firmenkultur, Subund Hochkultur sowie von Kulturgut, Kulturlandschaft, Kulturtechniken und politischer Kultur gesprochen; Zivilisation wird als die „westliche Lebensweise und Entwicklung“ bezeichnet. Als unzivilisiert gilt, wer in sog. Entwicklungsländern lebt. Wir kennen die zivile Luftfahrt, zivile Bedingungen, das zivile Leben, Zivilisationskrankheiten, Zivilgesellschaft, Zivilbevölkerung oder Zivilcourage.

Doch was bedeuten die beiden Begriffe ‚Kultur‘ bzw. ‚Zivilisation‘ wirklich? Kann uns die UNESCO eine Antwort liefern? Als Internationale Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur gestaltet sie den Bildungskanon und die Geschichtsschreibung, fördert die gängigen Wissenschaften und Medien sowie den Dialog der Kulturen. Bekannt ist sie uns meist nur als Hüterin des „Weltkulturerbes“ (das über 800 Stätten umfaßt), nicht jedoch, inwieweit sie in die Kulturen und den Umgang mit ihnen eingreift.

In bewährter, zugewandter Gesprächskultur (die wir in den Medien zumeist vermissen) werden wir uns mit den Begriffen und unseren Fragen auseinandersetzen und den Versuch wagen, Definitionen für Kultur und Zivilisation zu finden, denn WIR wollen etwas bewegen.

Zur Einstimmung zu diesem breiten Thema findet Ihr interessante Denkanstöße im Anhang und in den beiden Dokumentationen:

Kampf der Kulturen – Eine Entwicklungsgeschichte der Zivilisationen

Untergegangene Kulturen – Die erste Zivilisation

Wir freuen uns auf Euch und eine lebhafte Auseinandersetzung!

Nicola Trautner und Hans-Wolff Graf

 

Einladung und Artikel zum Download (pdf)

24. Internationale Gesprächsrunde – Einladung (PDF)
Artikel zu Kultur von Rudolf Leiprecht (PDF)

 

Termin: 1. Dezember 20 Uhr und 2. Dezember 10 bis 18 Uhr

Ort: Feringastraße 12a, 85774 Unterföhring; in den Räumen der efv AG (4. Stock)

Anmeldung: telefonisch (089-416 007-26 /-21 ), per Fax (089-416 007-25)

per Mail: info@anthropos-ev.de oder info@d-perspektive.de

2017 • 30 Jahre Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt


Jahresbericht über unsere Aktivitäten

von August 2016 bis Juli 2017

 

Der Jahresbericht ist eine unserer Traditionen, und soll die Transparenz und Offenheit verständlichen mit der wir arbeiten. So möchten wir Ihnen, liebe Mitglieder, Freunde, Helfer und Sponsoren, auch in diesem Jahr einen Überblick über unsere Arbeit geben.

Die meisten unserer Aktivitäten finden nach wie vor im Kaliningrader Gebiet statt, doch auch die Keime, die wir durch Anastasiia Sydorenko 2016 in der Ukraine – Kiew – legen konnten, gehen nach und nach auf. So organisierten Natalja Maximowa an der ‚Schule Nr. 80‘ und Olena Sydorenko an der ‚Kiewer Universität für Handel und Wirtschaft‘ bereits das dritte Mal im November 2016 eine Woche mit Vorträgen und Seminaren mit Hans-Wolff Graf. Auf einem dieser Vorträge war eine Besucherin, die extra aus Iwano-Frankiwsk (im Westen der Ukraine gelegen, ca. 600 km von Kiew entfernt) angereist war – Marta Simotjuk –, die nach dem Vortrag H.-W. Graf fragte, ob er auch einmal zu solch einer Woche nach Iwano-Frankiwsk kommen würde, dem er – wie wir ihn alle kennen – gerne zustimmte.

Was wir auf der Reise nach Iwano-Frankiwsk und in Werchowyna in den Karpaten erlebten war ein Feuerwerk an Begegnungen, Veranstaltungen – Seminare, Vorträge, Workshops für Erzieher, Lehrer, Professoren, Psychologen und sogar Beamte – sowie Kultur- und Landschaftseindrücken. Wir danken Marta und Volodja Simotjuk sehr für die liebevoll durchdachte und gelungene Organisation und Durchführung dieser Woche! Hierüber und auch ein Interview von der dortigen Zeitung MICTO mit H.-W. Graf lesen Sie auf den Seiten 48 bis 53 in unserem Anthropos-Jubiläums-Report 2017.

Seminar mit Pädagogen und Psychologen in Iwano-Frankiwsk

Werchowyna in den Karpaten, April 2017

Für den Herbst dieses Jahres plant Natalja Maximowa von der Kiewer Schule Nr. 80 ein pädagogisch, psychologisches „Oktoberfestival“, zu dem Erzieher, Lehrer, Eltern, Schüler und auch Politiker aus dem Bildungsministerium – es soll in der Ukraine eine Bildungsreform geben – eingeladen werden. Wir freuen uns, daß die Idee, einen Ukrainischen Anthropos-Verein zu gründen, so langsam Keimblätter bekommt.

 

Unsere Internationalen Gesprächsrunden in München wurden weiterhin begeistert besucht – es haben jetzt immerhin schon 22 dieser Art stattgefunden. Dabei ging es um die Themen „Strategie-Taktik-List-Täuschung“, „Netzwerke und Teams“, „UNO und NATO“, „Parteien und Demokratie“, „EU und Europa“, aber auch um philosophische Fragen zu Macht, Gerechtigkeit und Frieden. Diese Gesprächsrunden werden ab September 2017 alle zwei Monate fortgesetzt – jeder ist herzlich dazu eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Spendenaufruf MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Sowohl in Rußland als auch in der Ukraine begegnet uns immer wieder das Thema „mangelhafte medizinische Versorgung“ Da gilt es, z.B. einen Notfallkoffer für entlegene Orte im Kaliningrader Gebiet zu kaufen oder die Versorgung mit speziellen Medikamenten und orthopädischen Geräten zu sichern, die nicht vom jeweiligen Staat – eine Sozialversicherung gibt es in der uns bekannten Form nicht – gezahlt werden und privat für viele zu teuer sind.

Daher haben wir im letzten Jahr den Spendenfonds „Medizinische Versorgung“ eingerichtet, der jedoch noch Ihrer Hilfe bedarf. Bitte sprechen Sie in Ihrem Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis darüber und helfen Sie uns, Menschen in medizinischer Not unterstützen zu können.

Spenden und Hilfsaktivitäten im Kaliningrader Gebiet

Die Kontinuität der Hilfsaktivitäten des Anthropos e.V., in Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Kaliningrader Gebiet setzte sich auch im Berichtszeitraum zuverlässig und entsprechend der ganz konkreten Situationen fort.

Die Grenzpassagen von Polen bei der Einreise in das Kaliningrader Gebiet mit dem VW-Bus haben sich in letzter Zeit relativ normal und ohne größere Verzögerungen gestaltet. Leider ist jedoch weiterhin die Abfertigung bei der Ausreise aus dem Kaliningrader Gebiet seitens der polnischen Grenzorgane immer noch sehr zeitraubend.

Marina Martschenkowa mit ihrem Dreiradfahrrad

Einen Schwerpunkt unserer Hilfsgütertransporte bildete dabei diesmal der Rayon Osjorsk, insbesondere für das dortige Zentrum für soziale Dienstleistungen mit seiner Leiterin Oksana Gulakowa, die sich seit Jahren intensiv und liebevoll vor allem um die Belange der Menschen mit Behinderungen einsetzt. Lesen Sie ihren Bericht auf Seite 20 im Anthropos-Jubiläums-Report 2017.

Aus dem Oberhavelkreis wurde erneut ein sehr nützliches Dreirad-Fahrrad gespendet und durch Gerhard Steger an den Koordinator des Anthropos e.V. so übergeben, daß es im VW-Bus transportiert werden konnte. Das Dreirad-Fahrrad wurde an Frau Marina Martschenkowa übergeben, mit dem sie jetzt in vier unterschiedlichen Orten des Osjorsker Rayon 12 hilfsbedürftige Invaliden mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Unterstützungen versorgen kann.

Am Tischkicker einstimmen auf die WM in Osjorsk

Auch ein gebrauchter Tischkicker trat neben anderen Hilfsgütern seine Reise nach Osjorsk an, den die jungen Invaliden mit großer Freude empfingen. Herzlichen Dank an den Oberhavelkreis, insbesondere an Gerhard Steger.

Zum Jahreswechsel hatte Gerhard Steger wieder einmal viele süße Geschenke gesammelt, welche dann als besondere Überraschung zum Jahreswechsel 2016/17  Jürgen Leiste in das Kaliningrader Gebiet zu unseren Partnern in Krasnolessje, Osjorsk und für das Kinderensemble „Mladuschka“ mitgenommen und persönlich übergeben wurden. Auch zur Ausgestaltung des ‚Internationalen Kindertags‘ im Juni 2017 wurden auch in diesem Jahr alle unsere Jugendzentren mit einer finanziellen Unterstützung bedacht.

Brandschaden in Lwowskoje

Von unserem neuen Anthropos-Mitglied Norbert Hansack aus dem Mecklenburger Land wurden reichlich Hygiene-Artikel (Windeln für Erwachsene usw.), aber auch gebrauchte Fahrräder und Gehhilfen für den Transport in das Kaliningrader Gebiet gespendet. Die gespendeten medizinischen Artikel gingen nicht nur nach Gromowo in das Psychoneurologische Zentrum sowie das Zentrum für soziale Dienstleistungen in Osjorsk, sondern auch in die Diakonie nach Gussew, wo diese ganz dringend benötigt werden.

So werden nach wie vor bei jeder Fahrt von Jürgen Leiste – bisher schon ca. 600 Fahrten in das Kaliningrader Gebiet – gezielt Sachspenden für unsere langjährigen Partner in den Jugendzentren, Kindergärten, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie an hilfsbedürftige Einzelpersonen mitgenommen und vor Ort persönlich übergeben.

Für September 2017 ist wieder ein größerer Transport an Hilfsgütern und Geschenken aus dem Oberhavelkreis unter Leitung von Gerhard Steger zusammen mit Jürgen Leiste geplant. Wir werden darüber im nächsten Anthropos-Report berichten.

Eine schnelle und außerplanmäßige Unterstützung erfolgte Anfang 2017 in Lwowskoje. Durch einen Wohnungsbrand, der fast das ganze Untergeschoß mitsamt Küche und Waschküche zerstörte, hatte eine junge alleinstehende Mutter mit vier Kindern einen schweren Verlust erlitten. Wir halfen Frau Melnikowa spontan durch eine finanzielle Unterstützung, um für sich und ihre Kinder dringend notwendige Einrichtungsgegenstände wieder zu beschaffen.

 

Neue Möbelfür den Kindergarten in Krasnolessje

Tanzaufführung von den Kindern in Krasnolessje

In Krasnolessje konnte der Leiterin des Kindergartens Irina Tabulatowa neben finanzieller Unterstützung für den Kauf neuer Möbel auch eine große Schultafel und zahlreiche Spielsachen für die Kinder übergeben werden.

Die Kinder des Kindergartens bedankten sich bei dem Koordinator des Anthropos e.V. mit einem schönen Lied und vielen lieben Grüßen an die Spender nach Deutschland.

 

Irina Kowardo bei der Übergabe der wertvollen Stoffe

Der Jugendklub in Krasnolessje wurde mehrfach durch den Anthropos e.V. mit Sachspenden und finanziellen Mitteln unterstützt, mit denen auch neue Kostüme für das jährliche große Neujahrsfest angeschafft und gefertigt werden konnten.

Kostüme zum Neujahrsfest in Krasnolessje

Von unseren Mitgliedern Tina Schindler und Frank Amann, die im letzten Jahr das Kaliningrader Gebiet bereisten, erhielt der Jugendklub wertvolle Stoffe – von der Firma Boss gespendet –, die mit großer Freude und herzlichem Dank entgegengenommen wurden.

Ein neuer großer Tischkicker ging von Deutschland an die Jugendlichen in Krasnolessje. „Jetzt können die Kinder mit zwei Tischkickern aus Deutschland sich auf die Fußballwelt-meisterschaft 2018, die ja auch in Kaliningrad ausgetragen wird, vorbereiten“, sagte scherzhaft Irina Korwardo (Leiterin des Jugendklubs), verbunden mit einem herzlichen Dank an die Spender.

Einen Bericht über die Aktivitäten in Krasnolessje finden Sie auf Seite 22 des Anthropos-Reports 2017.

 

Die Spenden und Hilfsaktivitäten des Anthropos e.V. können nur dadurch so effektiv sein, daß uns durch Jürgen Leiste die tatsächliche Situation vor Ort bekannt ist und diese damit ganz konkret und projektbezogen eingesetzt werden können. In diesem Zusammenhang geht ein besonderer Dank an unser Anthropos-Mitglied Jens Wolken aus Ostfriesland, der eine umfangreiche finanzielle Spende für den Jugendklub und den Kindergarten im ehemaligen Groß Rominten, dem heutigen Krasnolessje, organisierte und natürlich auch an Gerhard Steger und seine langjährigen Helfer und Sponsoren für die Sach- und Geldspenden aus dem Oberhavelkreis.

Mitwirkung, Unterstützung und Förderung kultureller Projekte

Im Oktober 2016 konnten wir wieder einmal das Kaliningrader Kinder- und Jugendensemble „Mladuschka“ in Deutschland begrüßen. So gab es ein Wiedersehen von sieben Mädchen, drei Jungs, drei Musikern und den beiden Leiterinnen Lydia Dunajewa und Tanja Fedotowa in der Brandenburgischen Gemeinde Neuholland, wo der Hauptinitiator der diesjährigen – sowie aller vorherigen – Konzertreise, unser langjähriges Anthropos-Mitglied Gerhard Steger zu Hause ist.

Mladuschka - Jugendchor und Volkstanzgruppe in Weeze

Mladuschka – Jugendchor und Volkstanzgruppe in Weeze

Im Rahmen eines vom Anthropos e.V. geförderten Kulturaustausches gastierte der Chor nach einem kurzen Zwischenstopp in Neuholland auch in Weeze, einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. Die Gäste aus Kaliningrad und Neuholland sowie Jürgen Leiste und seine Frau Ludmilla wurden persönlich durch den Bürgermeister der Stadt Weeze, Ulrich Francken, begrüßt. Ein großes Konzert im ausverkauften Saal des Weezer Bürgerhauses gestaltete sich für „Mladuschka“ zu einem wahren Höhepunkt und hinterließ viele begeisterte Zuschauer. Mit drei Auftritten in der Gemeinde Weeze und einem im Kolpinghaus in Kleve konnte „Mladuschka“ mit ihrem Gesang russischer Melodien aber auch einer Auswahl deutscher Lieder wieder einmal die Zuhörer begeistern. Insbesondere die Interpretation des bekannten Liedes „Immer lebe die Sonne“ in russischer und deutscher Sprache fand beim Publikum großen Beifall.

Für 2018 ist ein erneutes Gastspiel des Chores „Mladuschka“ in Deutschland geplant.

Gerhard Steger ist schon fleißig dabei dieses Gastspiel vorzubereiten. In guter Tradition unserer kulturellen Beziehungen wird auch dieser Aufenthalt des Chors „Mladuschka“ in Deutschland wieder durch den Anthropos e.V. unterstützt und gefördert.

Der Musikwettbewerb „Zauberbogen

Als wir vor über zehn Jahren in Kaliningrad die Idee entwickelten, im Andenken an die Königsberger Musikpädagogin Anina Hartung, welche heute noch Ehrenmitglied unseres Vereins ist, einen Förderwettbewerb für Kinder und Jugendliche im Fachbereich Geige und Violoncello ins Leben zu rufen, konnten wir noch nicht ahnen, daß dieser Wettbewerb so einen erfolgreichen und perspektivischen Platz im Musikleben im Kaliningrader Gebiet einnehmen würde.

Nun fand vom 16.12. bis 18.12.2016 bereits zum vierten Mal der MusikwettbewerbZauberbogen“ in Kaliningrad statt.

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Mehr als vierzig Einzelteilnehmer und acht Ensembles – Kinder aus dem gesamten Gebiet Kaliningrad – stellten sich der fachkundigen Jury unter der Leitung von Professor Koschwanetz aus Moskau. In verschiedenen Altersklassen wetteiferten die talentierten Kinder in den drei Tagen des Wettbewerbs um die besten Platzierungen.7 Musikwettbewerb Zauberbogen 2016_Website

Durch die Jury wurde allen teilnehmenden Kindern ein hohes Niveau an musikalischem Können auf der Geige bzw. dem Violoncello attestiert, wobei besonders die jüngsten Teilnehmer herausragten.

Hauptsponsoren und Ausrichter dieses bereits über die Grenzen des Kaliningrader Gebietes hinaus hochgeachteten Wettbewerbs waren das Kulturministerium Kaliningrad und der Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt. Durch Julia Makarschuk, die Direktorin der Musikschule des Leningrader Bezirks in Kaliningrad und ihr hervorragendes Kollektiv an Musikpädagogen wurde der Wettbewerb auch in diesem Jahr zu einem wirklichen musikalischen Fest.

Bei dem abschließenden Galakonzert der Preisträger erhielten alle Teilnehmer wertvolle Preise, Diplome, Medaillen und Pokale – feierlich überreicht durch die Leitung und die Jury, der auch der Koordinator des Anthropos e.V. als deutscher Vertreter angehörte.

Für den nächsten Wettbewerb „Zauberbogen“ in drei Jahren wird die Beteiligung von talentierten Kindern auch aus anderen Ländern z.B. aus Litauen und Deutschland angedacht.

Die völkerverbindende Wirkung von Kunst und Musik über alle Grenzen hinweg“ soll hier eine praktische Umsetzung erfahren, so lautete das positive Resümee aller Teilnehmer des diesjährigen „Zauberbogens“.

Festival „Lieder der Generationen“ in Krasnolessje

Am 2. Oktober 2016 fand in der Ortschaft Krasnolessje in der Rominter Heide bereits zum zweiten Mal das Festival „Lieder der Generationen“ statt.

Festival “Lieder der Generationen” in Krasnolessje

Was einst eine belächelte Idee war, entwickelte sich unter einem großartigen Zusammenwirken zwischen dem Jugendklub Krasnolessje, dem Anthropos e.V., der Kulturabteilung des Rayon Nesterow und der Administration aus Tschistie Prudy zu einer wahren Erfolgsgeschichte. Im Oktober 2016, zum 70.Jubiläum des Kaliningrader Gebietes, stand das Festival unter dem Thema „Woher kommen wir und unsere Lieder?“. Über 120 Teilnehmer und Gäste aus dem ganzen Kaliningrader Gebiet nahmen diesmal teil.

Unsere russischen Anthropos-Mitglieder Irina Kowardo und Irina Tambulatowa hatten mit vielen Helfern das Festival so gut und liebevoll vorbereitet, daß man ihnen erneut für ihre unermüdliche Arbeit und Kreativität ein sehr, sehr großes Kompliment machen möchte.

Jürgen Leiste, konnte diesmal leider nicht persönlich am Festival teilnehmen. Durch eine Videoübertragung auf einer großen Leinwand konnte er jedoch allen Teilnehmern und Gästen die herzlichsten Grüße aus Deutschland übersenden und mit einem zur Gitarre gesungenem Lied das überraschte Publikum beeindrucken.

Das nächste Festival wird am 5. August wieder viele sangesfreudige Menschen friedlich und freundschaftlich in Krasnolessje zusammenführen. Der Anthropos e.V. wird dieses Traditionsprojekt auch in diesem Jahr finanziell unterstützen und fördern.

Unterstützung von Bildungsprojekten

Anfang 2017 wurden in guter Tradition erneut die Literaturwettbewerbe für Kinder und Jugendliche „Mein Tschechow“ und „Bernsteinfeder” in der Tschechow Bibliothek Kaliningrad finanziell gefördert. Durch diese bereits seit vielen Jahren durchgeführten Wettbewerbe wird das Interesse bei Kindern und Jugendlichen an Literatur sowie unterschiedlichen Themen und Kulturen nachhaltig gefördert. Die Preisträger der Wettbewerbe wurden wieder mit finanzieller Unterstützung des Anthropos e.V. in einem würdigen Rahmen ausgezeichnet und prämiiert.

Eine weitere finanzielle Unterstützung leistete der Anthropos e.V. bei der diesjährigen Ausrichtung der Bildungskonferenz mit jungen kreativen Erfindern und Forschern in der Kaliningrader Partnerschule des Anthropos e.V. in Bolschoje Issakowo.

Es ist angedacht, diese Bildungskonferenzen eventuell auch international auszurichten, um für die aktive Mitgestaltung der Zukunft junge kreative Köpfe über Grenzen hinweg zusammenzubringen.

Natur- und Umweltschutz-Projekte

Ausgangspunkt unserer Aktivitäten im Bereich Natur und Umweltschutz bildete im Berichtszeitraum wiederum das Natur- und Umweltschutzzentrum in Gromowo.

Vom Anthropos e.V. maßgeblich gefördert wurde das Russisch-Weißsrussische Projekt Schulexpeditionen im Memeldelta und am Kurischen Haff, das im Juni 2017 stattfand.

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Russisch-Weißrussische Schulexpedition im Moosbruchhaus

Zu diesem Zweck gastierten 25 Jugendliche aus Weißrußland und dem Kaliningrader Gebiet drei Tage in unserem „Moosbruchhaus“ in Gromowo. Im Zuge zahlreicher und vielfältiger Exkursionen in die Fauna und Flora der Hoch- und Niedermoore im ‚Großen Moosbruch‘ führten die Jugendlichen Experimente und Analysearbeiten zur Wasseraufbereitung und Bestimmung der Wasserqualität durch.

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Dr. Maksim Napreenko im Gespräch mit den Schülern

Die Ergebnisse der Analysen gehen praxisnah an die Admini-strationen der Zentralen Wasserwirtschaft im Kaliningrader Gebiet. Unter Leitung von Dr. Maxim Napreenko sowie dem deutschen Leiter des Natur- und Umwelt-schutzzentrums Jürgen Leiste gelang es, den Jugendlichen ein wissenschaftlich fundiertes und praxisbezogenes Wissen über die speziellen Probleme des Natur- und Umweltschutzes, besonders im Naturschutzgebiet Gromowo, zu vermitteln. Bei den abendlichen freundschaftlichen Zusammen-künften im Moosbruchhaus wurde oft bis in die Nacht hinein leidenschaftlich über weitreichende und vielfältige Probleme der Jugendlichen in Rußland und Weißrußland diskutiert.

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Erstaunte Schüler – Jürgen Leiste singt und spielt traditionelle russische Lieder

Viel Freude und Anklang fanden bei den Jugendlichen die allabendlich von Jürgen Leiste vorgetragenen und auf der Gitarre begleiteten Lieder, bei denen sich so manch freundschaftliche Verbindung vertiefte.

Lesen Sie auch die Berichte auf Seite 30 bis 33 im Anthropos-Report 2017.

Natur- und Umweltschutz“ hat über Grenzen hinweg große Bedeutung, und auch im Jahr 2017 leistete der Anthropos e.V. hierzu seinen Beitrag; die Förderung und Unterstützung von Jugendlichen in diesem, für unser Zusammenleben auf der Erde so wichtigen Wissensgebiet, ist uns ein besonderes Anliegen.

So werden auch im Herbst 2017 im „Moosbruchhaus“ wieder Seminare für Kinder und Jugendliche zum Thema „Nahrung aus Wald und Flur” mit vielen kleinen Expeditionen in die Weiten des ‚Großen Moosbruch‘ durchgeführt.


12 Nach dem Kabelbrand - Sophia VI_Website

Totalschaden nach dem Kabelbrand – Sophia VI BITTE um Spenden

Leider nahmen die vielen wunderbaren und glücklichen Tage, die wir mit den Jugendlichen in der großartigen Natur der Hochmoore verbringen durften, ein jähes Ende: Auf der Fahrt in die Kreisstadt Slawsk wurde unser VW-Bus, Sophia VI, durch einen spontanen Kabelbrand fahruntüchtig. Dem Koordinator des Anthropos e.V. bescherte dies glücklicherweise nur abgebrannte Augenbrauen und ein schwarzes Gesicht. Der Schaden am VW-Bus ist aber ein Totalschaden, sodaß wir jetzt dringend einen neuen gebrauch-ten VW-Bus – eine Sophia VII – besorgen müssen; denn diese Sophias sind das „rote Band“, was uns all die Jahre mit den Menschen im Kaliningrader Gebiet verbindet.

Hier benötigen wir Ihre Hilfe – auch mit kleinen Spenden. Herzlichen Dank vorab!

 


Hilfe zur Selbsthilfe war von Anbeginn das Motto des Anthropos e.V., das unsere vielfältigen Aktivitäten verbindet. So ist das Zusammenwirken der pädagogischen und psychologischen Seminare mit Hans-Wolff Graf, Swetlana Dovzhenko und Yuri Deschkowitsch mit den praktischen Hilfen und der zielgerichteten Organisation vor Ort durch die persönliche Betreuung von Jürgen Leiste der Schlüssel zu unserem Erfolg im Kaliningrader Gebiet.

Wir sehen unsere menschen- und völkerverbindenden Projekte als einen fruchtbaren Beitrag für FRIEDEN auf dieser Welt – nicht nur für den europäischen Brennpunkt Rußland-Ukraine-Deutschland. Die Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer ist die Basis dafür, daß wir uns durch Politiker und Militärs nicht mehr in Kriege verwickeln lassen. So haben wir auf dem Seminar im Juni 2017 den oftmals beiläufig verwendeten, für den Frieden jedoch ausschlaggebenden Begriff ‚Liebe‘ mit Leben gefüllt – das überraschende Ergebnis können Sie auf Seite 18 im Anthropos-Jubiläums-Report 2017 lesen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei all den friedliebenden, engagierten Mitgliedern, Helfern, Spendern und Sponsoren auf das Herzlichste für ihre Unterstützung und Hilfe bedanken – SIE sind der Boden für die Kinder der nächsten Generationen.

Jürgen Leiste und Nicola Trautner

 

Jede liebevolle, wertschätzende und achtungsvolle Geste ist ein Geschenk!

Impressionen aus dem Anthropos-Jubiläums-Report 2017

7 Erfrischung in den Blänken_Website 8 Das Geheimnis der Steine und Zwerge werden erforscht_Website 7 Alexej Sokolow begrüßt die Kinder aus Osjorsk im Museum Wystitter See_Website 6 Ausflug nach Krasnolessje2_Website

Hier gibt’s den Jahresbericht 2017 zum Download

 

Der Anthropos-Jubiläums-Report 2017 ist da!

30 Jahre Anthropos e.V. Für die Kinder dieser Welt

Anthropos-Jubiläums-Report 2017

Inhaltsverzeichnis:

  • Editorial
  • Liste unserer Helfer, Spender und Sponsoren
  • Bienen und 30 Jahre Anthropos e.V.
  • Das Gründungsjahr 1987 und die ersten Projekte
  • Jahresbericht des Anthropos e.V. von August 2016 bis Juli 2017
  • Fragen–Lernen–Weitergeben, Swetlana Dovzhenko
  • Seminare in Kaliningrad – „Elternakademie“ und „Lebensakademie
  • Stier und Ziege – eine Geschichte von Dascha Galiewa, (10 J.)
  • Lächele und die Welt wird schöner – Bericht aus Osjorsk
  • Unsere gemeinsamen Taten in Krasnolessje
  • Ein Dorf blüht auf – Krasnolessje
  • Lwowskoje grüßt alle ganz herzlich!
  • Die Kinder brauchen Anthropos – wir brauchen Sie
  • 30 Jahre Aktivitäten des Anthropos e.V., Kurzvorstellungen unserer Tätigkeiten im Kaliningrader Gebiet inkl. Landkarte
  • Besuch im ‚Moosbruchhaus‘, Gromowo – eine russisch-weißrussische Expedition
  • Zusammenarbeit Natur- und Umweltschutz mit Dr. Maksim Napreenko
  • Zusammenstellung weiterer Aktivitäten – 30 Jahre Anthropos e.V.
  • Meine Reise nach Kaliningrad, Eva-Maria Engl-Kasper
  • Kinder erklären die Welt
  • Kaliningrad-Kiew-Karpaten – Reiseerlebnisse von Anastasiia Sydorenko
  • Anthropos e.V. in den Karpaten – Westukraine, Marta Simotijuk
  • Lassen Sie Ihr Kind rechtzeitig los, sonst kann es zu einem Desaster kommen“, Interview in Iwano-Frankiwsk von Natalija Mostova (‚MICTO №7‘) mit H.-W. Graf
  • Schlußwort
  • …und noch eine Auswahl von Aktivitäten der letzten 30 Jahre

 

Zur Online-Bestellung per eMail: info@anthropos-ev.de

23. Internationale Gesprächsrunde

Einladung an alle interessierten Mitmenschen

Konsumismus – Bedürfnisse und Werte

 

Die Geschichte des Konsumismus und dessen verheerende Folgen beschreibt Hans-Wolff Graf in seinem neuesten Artikel sehr anschaulich und stellt die wichtige Frage nach unser aller Verantwortung. Die Übersetzung des Wortes ‚Konsum‘ aus dem Lateinischen gibt uns Hinweise auf die Vielschichtigkeit dieses Themas: consumere – gebrauchen, verbrauchen, verwenden, aber auch (zeitlich) verbringen, zubringen und verstreichen, aufbrauchen, vergeuden(!) und verschwenden(!) sowie verzehren, verprassen, vernichten(!), zerstören(!), aufreiben und (in passiver Form) umkommen(!)

Konsum weißt also begrifflich auf die Verwendung, den Gebrauch, aber auch die Verschwendung und Vernichtung in praktischer wie auch abstrakter Form hin.

In der Gesprächsrunde werden wir uns unsere Bedürfnisse und Werte näher ansehen und den Fragen nachgehen: „Wie kommen wir aus der Macht-, Gier- und Neid-Spirale und den damit einhergehenden Status- und Rangordnungsspielen heraus?“, „Was sind unsere natürlichen Bedürfnisse und welche sind künstlich erzeugt?“, „Was sind unsere eigenen Werte und welche haben wir ungefragt übernommen?“, „Wie vereinen wir den technischen Fortschritt, auf den prinzipiell niemand mehr verzichten möchte, mit einem natürlichen und naturverbundenen Leben?“, „Was sind Statussymbole? Brauche ich diese, um Anerkennung zu bekommen?“ und „Ist eine Rangordnung in der Gesellschaft notwendig?

 

Termin: 15. September 20 Uhr und 16. September 10 bis 18 Uhr

Wir freuen uns auf Euch und eine spannende Gesprächsrunde, denn

WIR wollen etwas bewegen.

Wir freuen uns auf Euch!

Nicola Trautner

 

Einladung und Artikel zum Download (pdf)

23. Internationale Gesprächsrunde – Einladung (PDF)
Konsumismus-Artikel Hans-Wolff Graf (PDF)
Logo GR Konsumismus

 

 


Termin:
am 15. und 16. September 10 bis 18 Uhr

Ort: Feringastraße 12a, 85774 Unterföhring; in den Räumen der efv AG (4. Stock)

Anmeldung: telefonisch (089-416 007-26 /-21 ), per Fax (089-416 007-25)

per Mail: info@anthropos-ev.de oder info@d-perspektive.de

Vorschau:

24. November 2017 – 20 Uhr und 25. November 2017 – 10 bis 18 Uhr

 

22. Internationale Gesprächsrunde

Einladung an alle interessierten Mitmenschen

Frieden – was ist das?

Der Begriff wird von Politikern und Friedensaktivisten, in der UNO, NATO und EU gleichsam verwendet, doch was verbirgt sich hinter diesem? Auch in unseren Gesprächsrunden, egal bei welchem Thema, kam „der Frieden“ immer wieder ins Gespräch. Nehmen wir uns die Zeit, uns mit diesem Begriff näher befassen.

Die einen halten Frieden für die „Abwesenheit von Krieg“, die anderen schauen verklärt in die Natur und empfinden diese als „friedlich“. Doch ereignet sich ein Sturm, Gewitter oder Vulkanausbruch, ist es mit der Friedlichkeit schnell vorbei; da brechen Blumen durch den Asphalt, ein Löwe reißt eine Gazelle, und was mikrochemisch/-biologisch in der Natur vor sich geht, ist alles andere als das, was wir uns unter „friedlich“ vorstellen.

Ist der Begriff gar von Menschen erdacht, also auf die Hirnentwicklung zurückzuführen? Sagt der Satz „Frieden beginnt bei Dir selbst“ schon alles aus, was wir zu einem friedlichen Zusammenleben benötigen? Können wir uns dann, wenn wir friedlich mit uns selbst beschäftigt sind, getrost zurücklehnen?

Sind Gesetze und Verträge, Handels- und Währungsabkommen, Entwicklungshilfe und UNO-Friedensmissionen die geeigneten Mittel, um Frieden auf unserem Planeten zu schaffen?

Diesen und weiteren Fragen zum Phänomen ‚Frieden‘ werden wir in der Gesprächsrunde am 14. und 15. Juli nachgehen – vielleicht gelingt uns eine Annäherung an eine bisher nicht so recht gelungene Definition; denn

WIR wollen etwas bewegen.

Die spannende Frage „Frieden – was ist das?“ hat wohl noch kaum jemand gestellt – uns erwarten somit wieder spannende Gespräche und Auseinandersetzungen.

Wir freuen uns auf Euch!

Nicola Trautner und Hans-Wolff Graf

 

Einladung und Artikel zum Download (pdf)

22. Internationale Gesprächsrunde – Einladung (PDF)
Die UNO-Farce (PDF)
Kluger Egoismus und Weltfrieden (PDF)

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Termin: am 14. und 15. Juli 10 bis 18 Uhr

Ort: Feringastraße 12a, 85774 Unterföhring; in den Räumen der efv AG (4. Stock)

Anmeldung: telefonisch (089-416 007-26 /-21 ), per Fax (089-416 007-25)

per Mail: info@anthropos-ev.de oder info@d-perspektive.de

 

Vorschau:

15. September 2017 20 Uhr und 16. September 2017 10 bis 18 Uhr

 

Spendenaufruf für MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Spendenaufruf für MEDIZINISCHE VERSORGUNG

für Rußland und die Ukraine

Sowohl in Rußland als auch in der Ukraine begegnet uns immer wieder das Thema „mangelhafte medizinische Versorgung“. Da gilt es, einen Notfallkoffer für entlegene Orte im Kaliningrader Gebiet zu kaufen oder die Versorgung mit speziellen Medikamenten und orthopädischen Geräten zu sichern, die nicht vom jeweiligen Staat – eine Sozialversicherung gibt es in der uns bekannten Form nicht – gezahlt werden und privat für viele zu teuer sind.

Im vergangenen Jahr haben wir für solche Aktionen ca. 4.000€ ausgegeben, was für unseren kleinen Haushalt sehr viel ist.

Daher haben wir die Idee geboren, ein spezielles

Spendenkonto „Medizinische Versorgung“

einzurichten und bitten Sie, uns dabei nach Möglichkeit – auch viele kleine Spenden helfen – zu unterstützen. Vielleicht fallen Ihnen aber auch Sponsoren ein, die für dieses Projekt ein offenes Ohr haben – sprechen Sie doch bitte mit Freunden, Bekannten und Kollegen darüber.

Über den Einsatz der zweckgebundenen Spenden werden wir Ihnen – in den Anthropos-Reporten und auf der Website – wie immer transparent berichten.

VIELEN DANK und herzliche Grüße

Hans-Wolff Graf

Vorstand des Anthropos e.V. – Für die Kinder dieser Welt

 

Stadtsparkasse München · IBAN DE87 7015 0000 0029 2151 00 · BIC: SSKMDEMM

 

21. Internationale Gesprächsrunde

Einladung an alle interessierten Mitmenschen

Identität und Souveränität in Europa

Diese Begriffe sind im Zusammenhang mit Europa (das sich in seinen Grenzen nicht definieren läßt) und der EU (mit ihren zahlreichen Gremien und Institutionen) ständig in aller Munde. Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Können sie für ca. 745 Mio. (2015) Menschen in Europa gleichermaßen gelten? Ist es ein erstrebenswertes Ziel, mit allen Menschen in Europa ‚identisch‘ zu sein? Ist Souveränität ein menschliches Grundrecht oder gar ein immanentes Grundbedürfnis des Menschen?

Wenn Identität [aus dem Lateinischen: ‚dasselbe‘, ‚derselbe‘ sowie identificareübereinstimmen‘ und identisch auch ‚gleich‘ (eines, wie das andere)] und Souveränität mit ‚selbstbestimmt‘, ‚unabhängig‘, ‚überlegen‘ definiert werden, ist das doch sehr verwirrend.

Noch verwirrender wird es, wenn wir die unzähligen Organisationen und Gremien der Europäischen Union betrachten – z.B. welche Länder gehören in welche Institutionen und welche nicht?

Diesen und weiteren Fragen werden wir in der 21. Internationalen Gesprächsrunde am 12. und 13. Mai 2017 nachgehen. Wir werden uns mit den Begriffen Identität und Souveränität befassen und sowohl die (Nicht-)Anwendbarkeit bei Gruppen, EU-Institutionen und Staaten prüfen als auch für uns ganz persönlich herausarbeiten, was Identität, Souveränität und Authentizität für unser Leben bedeuten.

Ihr seht, es wird wieder spannend! Wir freuen uns auf Euch und Eure aktiven Beiträge, denn WIR wollen etwas bewegen.

Mit vorfreudigen Grüßen

Nicola Trautner und Hans-Wolff Graf

 

Einladung und Artikel zum Download (pdf)

21. Internationale Gesprächsrunde Mai 2017

Souveränität als Lebensmaxime (1999) von Hans-Wolff Graf – In dieser, im Jahr 2000 erschienenen, jedoch hochaktuellen Schrift geht Hans-Wolff Graf der Frage nach, ob Souveränität an Institutionen abgegeben werden kann oder sie eine natürliche und persönliche Lebenshaltung repräsentiert.

 

Bereits 1973 verfaßten die damals neun Mitgliedsländer der EG ein „Dokument über die europäische Identität“, das 22 Jahre später zu einer „Charta der Europäischen Identität“ erweitert wurde. Darin ist von gemeinsamen Werten und Prinzipien die Rede, von „Einheit in Vielfalt“ usw. Aber lest selbst…

Dokument über die europäische Identität (1973)

Charta der Europäischen Identität (1995)

 

Termin: 12. Mai 20 Uhr und 13. Mai 10 bis 18 Uhr

Ort: Feringastraße 12a, 85774 Unterföhring; in den Räumen der efv AG (4. Stock)

Anmeldung: telefonisch (089-416 007-26 /-21 ), per Fax (089-416 007-25)

per Mail: info@anthropos-ev.de oder info@d-perspektive.de

 

Vorschau:

14. Juli 2017 20 Uhr und 15. Juli 2017 10 bis 18 Uhr

15. September 2017 20 Uhr und 16. September 2017 10 bis 18 Uhr

 


Seminar im Rahmen der „Elternakademie Kaliningrad“

Wie können wir unsere Kinder vor Extremspielen in sozialen Netzwerken schützen?

Heutzutage nehmen soziale Netzwerke einen großen Platz in unserem Leben ein. Das betrifft auch unsere Kinder. Man könnte sogar sagen, daß Kinder für den Einfluß der sozialen Netzwerke anfälliger sind als Erwachsene. Die letzten Nachrichten über ‚Todesgruppen‘ in Netzwerken, die Kinder offen zum Selbstmord aufrufen, besorgen und beunruhigen viele Eltern, was nachvollziehbar ist!

Über Vor- und Nachteile von sozialen Netzwerken, welche Gefahren diese bergen und wie wir unsere Kinder im offenen Ozean des Internets schützen können, darüber diskutieren wir bei diesem Seminar.

Auch für dieses Eltern-Seminar dürfen wir wieder den Psychologen Hans-Wolff Graf aus München begrüßen.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Gedanken und Fragen sowie einen regen Austausch!

Am 5. April 2017 von 18°° bis 21°° Uhr
(Tschechow Bibliothek, Kaliningrad)

Seminar mit den Psychologen Swetlana Dovzhenko, Yurij Deschkowitsch und Hans-Wolff Graf

Wie lerne ich aus Fehlern? – Oder: Eine neue Sicht auf eine alte Angst!

Wie lerne ich aus Fehlern? – Oder: Eine neue Sicht auf eine alte Angst!

Wieder auf dem falschen ‚Dampfer‘; immer ich!“ – so bedauern wir uns nur allzu oft, wenn uns „das Leben“ wieder einmal schlecht behandelt. Wir haben Angst vor einer Prüfung, vor einem neuen Projekt, einer Aufgabe, dem ersten Date, Angst davor, etwas falsch zu machen, dumm oder lächerlich zu erscheinen oder aufgrund von Fehlern die Arbeit, das Gehalt, die Liebe und die Achtung der Nächsten zu verlieren. Gefangen in diesen vielen Ängsten unternehmen wir sehr oft „besser“ nichts, vernachlässigen unsere Wünsche, Bedürfnisse und Ziele, erstarren in ihnen.

Aber das paßt uns nicht, wir sind dessen überdrüßig, nicht wahr?

Dann ist dieses Seminar für Sie genau richtig!

Dazu dürfen wir den Psychologen Hans-Wolff Graf aus München auf diesem Seminar begrüßen, der feststellt:

  • Fehler sind unsere einzige Chance, zu lernen und
  • die Angst vor Fehlern ist völlig unbegründet, unnatürlich und unsinnig!

Wir freuen uns auf Ihre Gedanken und Fragen sowie auf einen spannenden Austausch!

Am 3. und 4. April 2017 von 18°° bis 21°° Uhr
(Tschechow Bibliothek, Kaliningrad)

Seminar mit den Psychologen Swetlana Dovzhenko, Yurij Deschkowitsch und Hans-Wolff Graf

20. Internationale Gesprächsrunde

Einladung an alle interessierten Mitmenschen

Gibt es Gerechtigkeit? Diese Frage führte auf der letzten Gesprächsrunde über „Macht und Gewalt“ dazu, sich mit dem Begriff Gerechtigkeit einmal tiefer zu befassen.

Überdenkenswerte Begriffe

Überdenkenswerte Begriffe

Die „soziale Gerechtigkeit“ ist in aller Munde und wird dann meist mit „Gleichheit“ synonym verwendet. Doch was besagt und verbirgt sich hinter dem Begriff Gerechtigkeit überhaupt? Wo ist die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit? Ist Gleichheit gerecht und besser als Ungleichheit? Ist Gerechtigkeit ein individuelles Empfinden oder kann sie für alle/viele als gültig von jemandem verordnet werden?

Es folgen Fragen über Fragen, und eine Definition will nicht so recht gelingen.

Schon die alten Philosophen haben sich darüber den Kopf zerbrochen. Von Cicero gibt es die Aussage, die an die individuelle innere Haltung eines jeden appelliert: „Grundlage aber der Gerechtigkeit ist die Zuverlässigkeit, das heißt die Unveränderlichkeit und Wahrhaftigkeit von Worten.“ Eine Aussage Aristoteles zielt auf die Machtverhältnisse: „Denn die Gleichheit und Gerechtigkeit wollen, sind immer die Schwächeren, während die Stärkeren sich über diese Dinge keinen Kummer machen.“ Der Philosoph Anthony de Jasay (*1925) stellt fest: „Vor allem die Vereinnahmung des undefinierbaren Begriffs ‚soziale Gerechtigkeit‘ ist ein Hindernis für eine echte Debatte; denn es ist ja unmöglich zu sagen, man ist gegen sie. Die falsche Grundidee von der ‚bösen Ungleichheit‘ und der ‚guten Gleichheit‘ ist schon sehr tief in die kollektive Psyche eingedrungen.“

Diese Aussagen sowie die oben stehenden Fragen sollen Grundlage für die Gesprächsrunde am 17. und 18. März sein.

Ihr seht, es wird wieder spannend! Wir freuen uns auf Euch und Euere aktiven Beiträge, denn WIR wollen etwas bewegen.

Mit vorfreudigen Grüßen

Nicola Trautner und Hans-Wolff Graf


Einladung zum Download:
20. Internationale Gesprächsrunde – Einladung (PDF)

Termin: 17. März 20 Uhr und 18. März 10 bis 18 Uhr

Ort: Feringastraße 12a, 85774 Unterföhring; in den Räumen der efv AG (4. Stock)

Anmeldung: telefonisch (089-416 007-26 /-21 ), per Fax (089-416 007-25)

per Mail: info@anthropos-ev.de oder info@d-perspektive.de

 

Vorschau:

12. Mai 2017 20 Uhr und 13. Mai 2017 10 bis 18 Uhr

14. Juli 2017 20 Uhr und 15. Juli 2017 10 bis 18 Uhr

 

Gerechtigkeit und Gleichheit